Donnerstag, 8. Januar 2009
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Alt und Jung

Eine gute Planung des Wohnumfeldes schafft die Voraussetzungen für barrierefreies Bauen. Dadurch können wir auch im hohen Alter und/oder bei unfallbedingten Beeinträchtigungen die Wohnräume ohne wesentliche Einschränkungen nutzen. Eine bedarfsgerechte Anpassung ermöglicht es dann, in der gewohnten Umgebung weiterhin zu wohnen. In Hinblick auf die Überalterung der Bevölkerung ist dies auch volkswirtschaftlich von größter Bedeutung.
Heute wird das Prinzip der Barrierefreiheit immer noch auf die kleine Zielgruppe der behinderten Menschen bezogen. Dafür gibt es eigentlich überhaupt keinen Grund, denn eine  barrierefreie Umgebung nützt allen. Jeder kann zudem sehr schnell (z. B. durch einen Unfall) in die Situation kommen, wo ein barrierefreies Umfeld unbedingt erforderlich wird.
Alte und junge Menschen sollten nicht durch die Gestaltung des Wohnumfeldes  in getrennte Bereiche geteilt werden. Viele ältere Menschen suchen den Kontakt zu jüngeren Personen.  Es sollte deshalb in den hausnahen Außenbereichen Plätze geben, an denen sich alle gleich gern aufhalten. Jeder sollte die Möglichkeit haben, den Aufenthaltsort zu wählen, der seinen individuellen Bedürfnissen entspricht. Einkaufsmöglichkeiten, kommunale und kulturelle Einrichtungen sowie öffentliche Beförderungsmittel sollen leicht und bequem zu erreichen sein.

 

24.01.08 Von: Franz Wennemann